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IT.I.M Framework · Teil 10

IT.I.M Framework – Teil 10: Vom IT-Arbeitsplatz zum Unternehmen

Was ich in dieser Serie gezeigt habe, deckt heute einen einzigen Bereich ab, die IT-Infrastruktur. Zum Abschluss der Ausblick: derselbe Weg, eine Ebene höher, vom Ein-Personen-Brain über das Team-Brain bis zum Company Brain. Und warum vorher die Datensouveränität stehen muss, mit einem lokalen Sprachmodell im eigenen Haus.

Was ich in dieser Serie gezeigt habe, ist längst kein Ein-Personen-Werkzeug mehr. Das Team und externe Partner arbeiten auf derselben Datenquelle YouTrack. Abgedeckt ist damit aber erst ein einziger Bereich, die IT-Infrastruktur. Von Anfang an war das für mich eine Etappe. Interessant wird es, wenn man diesen einen Bereich weiterdenkt, hinaus auf das gesamte Unternehmen. Genau diese KI-gestützte Arbeitsweise wird in den nächsten Jahren in vielen Unternehmen viele Prozesse optimieren.

Vom Homelab zum Framework

Angefangen hat das als Lernprozess, und das ist es bis heute. Los ging es im Homelab, beim Neuaufbau mit Proxmox, wo die Arbeitsweise mit der KI überhaupt erst entstanden ist. Daraus wurde das Framework, mit dem die KI heute im Infrastruktur-Alltag mitarbeitet. Auch das ist noch kein Endpunkt, sondern eine Stufe. Das eigentliche Ziel war immer, KI nicht nur in meinen Bereich zu bringen, sondern Schritt für Schritt ins ganze Unternehmen.

Dasselbe Muster, eine Ebene höher

Das ist keine Fantasie, es ist überall dasselbe Muster, nur eine Ebene höher. Was heute die selbst entwickelten Anbindungen für meine Infrastruktur sind, ist auf Firmenebene die Anbindung der Unternehmensapplikationen an ein gemeinsames Wissen. Und dieses Wissen entsteht auf demselben Weg wie bei mir: nicht als Grossprojekt, das man einführt, sondern als Nebenprodukt der täglichen Arbeit, das wächst. Bei mir war die Infrastruktur der erste Bereich. Im Kontext des Unternehmens wäre der nächste Bereich der Verkauf, dann der Einkauf, dann die weiteren Bereiche.

Ein Beispiel, das jeder im Mittelstand kennt: eine Offerte. Heute werden dafür Kundendaten und technische Informationen mühsam über mehrere Systeme zusammengesucht und zusammengesetzt. In der Zielvorstellung stellt die KI diese Grundlage auf Abruf aus dem gemeinsamen Wissen zusammen, verbunden z. B. mit dem ERP-System, dem CRM und den vielen Fileablagen. Der Mensch prüft, entscheidet und führt seine KI bei der Erstellung der Offerte. Dieses Zusammensuchen kostet heute bei jeder einzelnen Offerte Zeit, und genau dort wird der Nutzen zuerst sichtbar.

In Stufen zum Company Brain

Nur führt der Weg dorthin nicht über mehr Daten, sondern über eine Reihenfolge, die ich aus allem Bisherigen gelernt habe: Erst die Regeln, die Rollen, die Konventionen, dann die Ausdehnung auf den nächsten Bereich. In Stufen gedacht heisst das:

Zuerst das Ein-Personen-Brain, ein Mensch mit seiner KI und seinen Regeln, so wie es bei mir angefangen hat.

Dann das Team-Brain als eine gemeinsame Datenquelle und ein gemeinsames Regelwerk, dazu pro Person ein eigener Zugang und ein teamfähiges Gedächtnis. Denn jede Person arbeitet mit ihrer eigenen KI und ihrem eigenen persönlichen Arbeitskontext, und parallel dazu läuft der teamübergreifende Kontext. Bis hierhin sind wir heute.

Und schliesslich das Company Brain, in dem jede Abteilung ihren eigenen zugriffsregulierten Informationsbereich hat, bereichsübergreifend verbunden durch dieselben Konventionen und dasselbe Rollenmodell. Diese zwei Ebenen bleiben auch dort: der persönliche Arbeitskontext jeder Person, und parallel dazu der gemeinsame Kontext ihres Bereichs. Die KI einer Abteilung liest genau das, was ihre Menschen lesen dürfen.

Datensouveränität als Voraussetzung

Vor der Umsetzung des Company Brain steht aber noch ein sehr wichtiger Schritt. Als Erstes muss man dafür sorgen, dass die Datensouveränität gewahrt ist. In dieser Stufe führt fast kein Weg an einem lokalen Sprachmodell vorbei. Niemand will seine heiligen Unternehmensdaten durch eine öffentliche Cloud-KI bearbeiten lassen und so seine Interna nach aussen geben.

Datensouveränität ist damit nicht eine Auflage, die man am Schluss erfüllt, sondern die Voraussetzung, auf der das Company Brain steht. Die Frage nach dem Datenschutz beantwortet sich an der Wurzel.

Meine Ziele

Diese neue KI-Welt steckt noch in den Kinderschuhen und birgt auch Gefahren. Aber Gefahren hatte die beginnende Elektrifizierung der Welt Ende des 19. Jahrhunderts auch.

Bereits heute übertrifft die KI-gestützte Arbeit alle meine Erwartungen. Mit KI kann ich meine eigene Entwicklung wesentlich schneller umsetzen als jemals zuvor. Die KI nimmt mir Dinge ab, die für mich mühsam sind, und verschafft mir die Zeit, die Dinge zu tun, die mir als IT-ler und Hobbyist Spass machen.

Daher ist mein persönlicher Weg klar. Das Ziel ist, meinen Arbeitsbereich in der IT so weit zu automatisieren, dass Zeit frei wird, um mit KI die Geschäftsprozesse weiterzuentwickeln.

Ich möchte diese Lernerfahrung nach und nach auf die ganze Firma übertragen. Für mich ist das keine ferne Vision, sondern die nächste Wegmarke auf einer Strecke, die ich längst gehe.

Wenn die nächste Stufe erreicht ist, erzähle ich hier davon.

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